System auf der SSD installieren

Die zugrunde liegende SPI-Flash-Firmware des reComputer Industrial (RK3576) unterstützt NVMe-Booting nativ. Bei Hardwaremodellen ohne integriertes eMMC ist es nicht nötig, zur Unterstützung dauerhaft eine MicroSD-Karte eingesteckt zu lassen. Die MicroSD-Karte dient ausschließlich als einmaliges Flash-Medium. Sobald das Betriebssystem bereitgestellt ist, kann das Gerät einen zu 100 % eigenständigen, nativen Kaltstart direkt vom integrierten M.2-NVMe-SSD durchführen und so optimale Zuverlässigkeit und Leistung auf Industrieniveau erreichen.

Systemabbild über die Kommandozeile auf dem Gerät auf die NVMe-SSD flashen

Voraussetzungen

  • Hardware: reComputer RK3576 Devkit mit einer korrekt im M.2-Steckplatz installierten NVMe-SSD.
  • Vorbereitung: eine temporäre MicroSD-Karte mit einem provisorischen Armbian-Betriebssystem, die als anfängliche Bereitstellungsumgebung dient. Wesentliche Bereitstellungsschritte Schritt 1: Das Abbild auf das Ziel-NVMe-Laufwerk flashen Starte das System von der temporären SD-Karte und verwende das native dd-Tool, um das Systemabbild direkt auf das physische NVMe-Laufwerk zu klonen, zum Beispiel:
Code
cd ~/Downloads
sudo dd if=Armbian-unofficial_26.05.0-trunk_Recomputer-rk3576-devkit_bookworm_vendor_6.1.115_gnome_desktop.img of=/dev/nvme0n1 bs=4M status=progress conv=fsync

image19.png

Schritt 2: GPT-Partitionstabelle reparieren und Partition vergrößern Nach dem Flashen muss die Root-Partition mit parted bis an die physischen Grenzen der SSD erweitert werden:

bash
# 1. GPT-Partitionstabelle reparieren (geben Sie 'F' ein und drücken Sie die Eingabetaste, wenn die Fix/Ignore-Aufforderung erscheint)
sudo parted /dev/nvme0n1 print Fix

# 2. Erste Partition (rootfs) auf 100% des verfügbaren Speicherplatzes erweitern
sudo parted /dev/nvme0n1 resizepart 1 100%

# 3. Kernel zwingen, das aktualisierte Partitionslayout neu einzulesen
sudo partprobe /dev/nvme0n1

Schritt 3: Das Ext4-Dateisystem vergrößern Vergrößere das Ext4-Dateisystem im laufenden Betrieb, damit das Betriebssystem die volle Hardwarekapazität erkennt:

bash
sudo resize2fs /dev/nvme0n1p1

Abschließende Hardwareschritte und native Verifizierung Schritt 1: Gerät ausschalten und SD-Karte entfernen Nach Abschluss der oben genannten Schritte ist keine Änderung an /boot/armbianEnv.txt erforderlich. Schalte das Gerät sofort aus:

bash
sudo poweroff

KRITISCHER SCHRITT: Entferne nach dem Ausschalten die MicroSD-Karte vollständig aus ihrem Steckplatz, sodass nur noch die M.2-NVMe-SSD auf der Platine verbleibt. Schritt 2: Abschließende Überprüfung Schalte das Gerät wieder ein. Das zugrunde liegende U-Boot scannt automatisch und startet das System direkt vom NVMe-Laufwerk in den neuen Armbian-Einrichtungsassistenten. Führe nach der Einrichtung Folgendes aus:

bash
df -h /

Erfolgreiche Verifizierungsausgabe:

image20.png

Das Root-Verzeichnis / ist nativ unter /dev/nvme0n1p1 mit 100G+ verfügbarem Speicherplatz eingebunden und läuft ohne SD-Karte einwandfrei.